Führungskräfteentwicklung mit systemischem Fundament

Organisationen leben dauerhaft mit Zielkonflikten. Tempo steht gegen Stabilität, Qualität gegen Kosten. Die Aufgabe von Führung ist es, die Organisation trotzdem entscheidungsfähig zu halten und Zusammenarbeit lernfähig zu machen. Dafür brauchen Führungskräfte mehr als Methodenwissen. Sie benötigen ein klares Verständnis davon, wie Organisationen funktionieren.

Das Führungskräfteentwicklungsprogramm von PRAXISFELD vermittelt dieses Verständnis. Es kommt direkt aus unserer systemischen Beratungsarbeit und blickt aus zwei Richtungen auf Führung: Zum einen Führung im Gespräch mit Menschen und zum anderen Führung über Rollen und Strukturen. Führungskräfte lernen zu erkennen, ob ein Problem in der Person liegt oder im System. In vier Präsenzmodulen und zwei Online-Supervisionen arbeiten sie dafür an ihren eigenen Fällen.

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Zeitrahmen

Modul 1: 17. - 18. Jun 2027

Modul 2: 08. - 09. Jul 2027

Modul 3: 23. - 24. Sep 2027

Modul 4: 21. - 22.Okt 2027

Online-Supervision
​27. Jan 2028 | 15-17 Uhr

Durchführungsort

Seminarzentrum ZEIT:RAUM in Remscheid-Lennep

auch als Inhouse-Format möglich

Zielgruppe

Geschäftsleitungen

Bereichsleitungen

Teamleiter:innen

Neue Führungskräfte

Erfahrene Führungskräfte

Investition

5.200,- EUR zzgl. USt.

Darin enthalten sind Seminarunterlagen und Handouts, ein Zugang zur Online-Akademie sowie umfangreiche Verpflegung.

Vorteile für Führungskräfte und Personalentwicklung

Das Programm arbeitet mit Fällen aus dem eigenen Führungsalltag statt mit Beispielen aus dem Lehrbuch. Was im Modul besprochen wird, lässt sich am nächsten Arbeitstag ausprobieren. Für die Personalentwicklung heißt das: Die Entwicklung zeigt sich direkt im Alltag.

ein systemisch fundiertes Verständnis der eigenen Führungsrolle

Gesprächsformate für Feedback, Zielgespräch, Kritik und Delegation

Sicherheit im Umgang mit Konflikten und Zielkonflikten

verlässlichere Entscheidungswege im eigenen Bereich

ein persönlicher Entwicklungsplan, der über das Programm hinaus trägt

ein belastbares Netzwerk mit Führungskolleginnen und -kollegen

Offenes Führungskräfteentwicklungsprogramm oder interne Lösung?

Beide Formate arbeiten mit derselben Lernarchitektur aus vier Modulen und Supervision. Sie unterscheiden sich darin, wer miteinander lernt und wie viel Vorlauf nötig ist. Die Wahl hängt vor allem von der Gruppengröße ab, beide Wege lassen sich aber auch kombinieren.

 

Offenes Programm
  • feste Termine, sofort buchbar
  • auch für einzelne Führungskräfte geeignet
  • Austausch mit Führungskräften aus Unternehmen, Kirche und Sozialwirtschaft
  • der Blick von außen macht eingefahrene Muster aus dem eigenen Haus sichtbar
  • vertraulicher Rahmen außerhalb der eigenen Organisation
Internes Programm
  • Inhalte und Fallbeispiele aus der eigenen Organisation
  • Termine und Ort nach eigenem Kalender
  • wirtschaftlich ab einer Gruppe von [X] Führungskräften
  • ein gemeinsames Führungsverständnis über Bereiche hinweg
  • längerer Vorlauf für Auftragsklärung und Konzeption
Austausch zwischen Führungskräften als Methode

Neue und erfahrene Führungskräfte in einer Lerngruppe

Neue Führungskräfte bringen offene Fragen zur Rolle mit, erfahrene eingeschliffene Muster. In der gemischten Gruppe lernen beide voneinander. Die Gruppe bleibt über alle Module zusammen.

  • Teamleitungen im ersten oder zweiten Führungsjahr
  • Abteilungs- und Bereichsleitungen mit wachsender Verantwortung
  • Führungskräfte in Umstrukturierung oder Wachstum
  • Leitungen aus Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Kirche und Sozialwirtschaft

Sie suchen eine Beratung als kompakten Einstieg für einzelne Führungskräfte? Dann passt unsere Beratung zur Führungskräfteentwicklung.

 

Entscheidungsprämissen: Wie Führung über Strukturen und Rollen wirkt

Das Gespräch mit Mitarbeitenden ist die sichtbare Seite von Führung. Nachhaltiger wirkt Führung über das, was Niklas Luhmann Entscheidungsprämissen nennt: Zuständigkeiten, Rollen und Regeln für Eskalation.

Liegt ein Problem in einer Arbeitsbeziehung, hilft ein klärendes Gespräch. Liegt es in unklaren Rollen, bewirkt auch das beste Gespräch wenig. Diese Unterscheidung trainiert das Programm. Mehr zum Hintergrund lesen Sie unter
 

Von der Selbstführung bis zur Organisationsführung

Führung wirkt im direkten Kontakt mit Menschen und über die Rahmenbedingungen, in denen gearbeitet wird. Das Programm übersetzt diese Doppelperspektive in vier Führungsebenen. Jede Ebene wird für sich bearbeitet und zugleich mit den anderen in Balance gebracht. In der Supervision dienen die vier Ebenen als Raster für echte Fälle.

Selbstführung

Sich selbst als Führungskraft verstehen und weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen die eigene Rolle, die Haltung und die Wirkung auf andere.

Mitarbeitendenführung

Erwartungen klären, Feedback geben und Konflikte lösen. Führung wird hier zur bewussten Gestaltung von Beziehung und Entwicklung.

Teamführung

Dynamiken im Team verstehen und Zusammenarbeit strukturieren. So bleibt die gemeinsame Leistungsfähigkeit auch unter Zielkonflikten erhalten.

Organisationsführung

Entscheidungsprozesse gestalten und Strukturen weiterentwickeln. Führungskräfte schaffen damit den Rahmen, in dem gutes Arbeiten wahrscheinlicher wird.

Die vier Module des Führungskräfteentwicklungsprogramms

Modul 1: Grundlagen: Organisation und Führung verstehen

Das erste Modul legt das konzeptionelle Fundament für das gesamte Programm. Im Mittelpunkt steht ein realistisches Bild von Organisationen als soziale Systeme. Sie funktionieren mit Widersprüchen, Zielkonflikten und lokalen Rationalitäten, denn jede Abteilung folgt ihrer eigenen, oft berechtigten Logik. Von hier aus wird Führung neu justiert. Ihre Aufgabe ist es, Entscheidungsfähigkeit und Koordination zu sichern.

Modul 1 schafft damit die gemeinsame Sprache und Landkarte für alle weiteren Module.

  • Organisationen als soziale Systeme verstehen
  • was Führung in komplexen Systemen leistet und auf welchen Ebenen sie wirkt
  • die Führungsschleife aus Prüfen, Entscheiden und Umsetzen
  • Meetings, Rollen, Delegation und Eskalation verlässlich gestalten

Modul 2: Selbstführung: Rolle und Haltung klären

Das zweite Modul richtet den Blick nach innen. Bevor Führungskräfte andere führen, müssen sie die eigene Rolle klar gestalten und ihre Wirkung verstehen. Zentral ist die Unterscheidung von Rolle, Person und Individuum. Sie verhindert, dass strukturelle Führungsprobleme als persönliches Defizit erlebt werden. Das entlastet spürbar, gerade in Phasen hoher Belastung.

Die Teilnehmenden reflektieren ihr Führungsverständnis und arbeiten an ihrer Ambiguitätstoleranz. Konkrete Zielkonflikte aus dem eigenen Alltag werden bearbeitbar. Am Ende steht die erste Fassung des persönlichen Entwicklungsplans.

  • Rolle, Person und Individuum unterscheiden
  • das eigene Führungsverständnis reflektieren
  • Ambiguitätstoleranz stärken und unter Unsicherheit entscheiden
  • Zielkonflikte aus dem eigenen Alltag bearbeiten
  • persönlicher Entwicklungsplan in erster Fassung

Modul 3: Mitarbeitendenführung: Beziehung und Entwicklung gestalten

Im dritten Modul steht die direkte Führungsbeziehung im Fokus. Führung als Beziehungsgestaltung heißt, Erwartungen zu klären, Richtung zu geben, Verbindlichkeit herzustellen und Entwicklung zu ermöglichen. Die Teilnehmenden trainieren konkrete Gesprächsformate und lernen, Konflikte einzuordnen, bevor sie eingreifen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Unterscheidung von Psychodynamik und Systemdynamik. Manches Mitarbeitendenproblem hat strukturelle Ursachen. Manches persönliche Problem hat mit der Struktur wenig zu tun. Diese Unterscheidungsfähigkeit gehört zu den wirksamsten Ressourcen professioneller Führung.

  • Feedback- und Zielgespräche führen
  • Kritik äußern und Delegation klar vereinbaren
  • Konflikte einordnen und bearbeitbar machen
  • Psychodynamik und Systemdynamik unterscheiden

Modul 4: Team- und Organisationsführung: Systeme gestalten

Das vierte Modul nimmt das größere System in den Blick. Zunächst geht es um das Team als unmittelbares soziales System. Themen sind Teamdynamiken, Rollenkonflikte und die Frage, wie kollektive Leistungsfähigkeit unter Zielkonflikten entsteht.

Danach rückt die Organisation als Ganzes in den Fokus. Strukturen, Rollen, Entscheidungsprozesse und Delegationslogiken bilden die Entscheidungsprämissen, die gutes Arbeiten wahrscheinlicher machen oder behindern. Zum Abschluss integriert das Modul alle vier Führungsebenen, und der persönliche Entwicklungsplan wird finalisiert.

  • Teamdynamiken und Rollenkonflikte verstehen
  • Zusammenarbeit unter Komplexität strukturieren
  • Entscheidungsprämissen und Delegationslogiken gestalten
  • alle vier Führungsebenen integrieren
  • Entwicklungsplan finalisieren

Online-Supervisionen für echte Fälle aus dem Führungsalltag

Nach den Modulen folgt eine Online-Supervisionen. Die Teilnehmenden bringen aktuelle Fälle mit, etwa einen festgefahrenen Konflikt oder eine Entscheidung ohne gute Option.

Bis dahin haben sie neue Werkzeuge ausprobiert. Manches hat funktioniert, manches nicht. Genau daraus entstehen die besten Fragen. So endet das Führungskräfteentwicklungsprogramm dort, wo Führung stattfindet.

Typische Themen in der Supervision

Festgefahrene Konflikte

mit Mitarbeitenden oder im Team

Entscheidungsdilemmas

ohne eindeutig richtige Option

Teamdynamiken

die sich trotz aller Bemühungen wiederholen

Strukturelle Herausforderungen

wie unklare Rollen oder Schnittstellen

 

Zielkonflikte und Paradoxien als Lernstoff

Nähe konkurriert mit Distanz, Tempo mit Sorgfalt. Solche Spannungen gehören zum Normalbetrieb jeder Organisation. Das Programm liefert dafür keine Rezepte. Es macht Zielkonflikte zum Lernstoff und trainiert, unter Unsicherheit entscheidungsfähig zu bleiben. Darin unterscheidet es sich von vielen Leadership Programmen mit festem Werkzeugkasten.

Konkret wird das über die Führungsschleife aus Prüfen, Entscheiden und Umsetzen. Sie zeigt, wie Entscheidungen im Alltag verlässlich zustande kommen und wo Rollen oder Delegation nachgeschärft werden müssen. Hinzu kommt die Unterscheidung von Organisationsdynamik und Psychodynamik. Sie verhindert, dass strukturelle Probleme als persönliche Schwäche gedeutet werden.
 

Führungskräfteentwicklung messen: richtige Kennzahlen

Wirkung zeigt sich selten in einer einzigen Zahl. Aussagekräftiger ist ein Bündel von Indikatoren, das Sie vor dem Programm erheben und einige Monate danach erneut prüfen.

 

  • Dauer von Entscheidungen im eigenen Bereich
  • Zahl der Eskalationen an die nächsthöhere Ebene
  • Fluktuation in den geführten Teams
  • Ergebnisse aus Mitarbeitendenbefragungen
  • Umsetzungsstand des Entwicklungsplans
 

Termine und Ort der Weiterbildung

Die Präsenzmodule finden im Seminarzentrum ZEIT:RAUM in Remscheid-Lennep statt. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

  • Modul 1: 17.-18. Juni 2027
  • Modul 2: 08.-09. Juli 2027
  • Modul 3: 23.-24. September 2027
  • Modul 4: 21.-22.Oktober 2027
  • Online Follow-up: 27. Januar 2028 | 15 Uhr
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Inhouse Format für die Weiterbildung von Führungskräften

Das Führungskräfte-Entwicklungsprogramm als Inhouse-Format

Für Unternehmen bieten wir die Führungskräfteentwicklung auch als Inhouse-Programm an. Eine gemeinsame Lernarchitektur schafft ein einheitliches Führungsverständnis, stärkt die Zusammenarbeit und ermöglicht es, konkrete Herausforderungen aus Ihrer Organisation direkt einzubeziehen. Inhalte, Praxisfälle und Termine stimmen wir auf Ihr Unternehmen ab.

Weitere Möglichkeiten für maßgeschneiderte Weiterbildungen finden Sie unter Inhouse-Angebote.

Kundenstimmen

„… gelingt es PRAXISFELD immer wieder, einen […] hoch professionellen Teil unserer Personalentwicklung im Bereich der Jungangestellten bzw. angehenden Führungskräften zu gewährleisten."

Dirk Thomas Becker, Leiter der Personalabteilung, Sparkasse Witten

„PRAXISFELD hat es verstanden, ganz schnell auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren, sodass wir unser Führungkräftetraining ohne Einschränkungen digital durchführen konnten."

Leonie Stankewitz, damals Member of the Executive Board, Connox GmbH

Das Buch „42 systemische Hacks“ im Programmpreis inklusive

Mit unserem Buch „42 systemische Hacks“ geben wir Ihnen ein kompaktes Praxiswerk an die Hand, das aus jahrzehntelanger systemischer Beratung und Weiterbildung entstanden ist. Es zeigt, wie Sie Paradoxien entschlüsseln, antiintuitiv denken und auch unter Unsicherheit entscheidungsfähig bleiben – fundiert systemtheoretisch und zugleich alltagstauglich. Damit ergänzt es unsere Weiterbildung ideal: als Reflexionsimpuls, Denkwerkzeug und konkretes Handwerkszeug für Ihre Praxis.

Und das Beste: Mit Ihrer Anmeldung zum Weiterbildungsprogramm erhalten Sie ein persönliches Exemplar der „42 systemischen Hacks“ – selbstverständlich im Programmpreis enthalten.

Buch 42 systemische Hacks

Portrait von Janna Pressentin

Ihre Ansprechpartnerin

Ein erstes Gespräch kostet nichts und dauert selten länger als eine halbe Stunde. Wir klären in einem individuellen Gespräch Ihre Fragen.

Janna Pressentin
Leitung und Koordination PRAXISFELD Akademie
Tel.: +49 2191 46455-13
E-Mail: janna.pressentin [at] praxisfeld.de

 

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FAQs zum Führungskräfte-Entwicklungsprogramm

Was gehört in ein Führungskräfteentwicklungsprogramm?

Präsenzmodule zu den zentralen Führungsebenen, Arbeit an echten Fällen und eine begleitete Transferphase. Bei PRAXISFELD sind das vier zweitägige Module, zwei Online-Supervisionen und ein persönlicher Entwicklungsplan.

Was macht Führungskräfteentwicklung erfolgreich?

Entscheidend ist der Transfer in den Alltag. Er gelingt, wenn Teilnehmende an eigenen Fällen arbeiten und zwischen den Lernphasen Zeit zum Ausprobieren haben. Hilfreich ist außerdem, wenn Vorgesetzte die Entwicklungsziele kennen und unterstützen. Einzelne Seminare ohne Begleitung verpuffen dagegen oft schnell.

Worin unterscheidet sich das Programm von einem Führungsseminar?

Ein Seminar vermittelt Wissen in wenigen Tagen. Das Programm begleitet über mehrere Monate.

Ist das Programm für neue Führungskräfte geeignet?

Ja. Gerade im ersten Führungsjahr hilft die Unterscheidung von Rolle und Person, Unsicherheiten einzuordnen.

Wie viel Zeit sollten Teilnehmende einplanen?

Acht Präsenztage und zweimal zwei Stunden Supervision. Dazu kommt Zeit, um neue Werkzeuge im Alltag auszuprobieren.

Was unterscheidet Führungskräfteentwicklung von Personalentwicklung?

Personalentwicklung umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Organisation die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden fördert. Führungskräfteentwicklung ist ein Teil davon und konzentriert sich auf die besonderen Anforderungen von Führungsrollen, etwa Entscheidungen unter Unsicherheit oder die Gestaltung von Rahmenbedingungen.

Brauchen mittlere Führungskräfte eine andere Entwicklung als das Top-Management?

Oft ja. Das mittlere Management übersetzt strategische Vorgaben in den operativen Alltag und steht damit mitten in den Zielkonflikten der Organisation. Genau hier setzt das Programm an. Für Geschäftsführungen und Vorstände eignet sich eher ein individuelles Format wie das Führungskräfte-Coaching.

Lassen sich die mehrmoduligen Weiterbildungen inhouse durchführen?

Ja. Auch die Weiterbildung Systemische Organisationsentwicklung mit 16 Tagen in sechs Modulen ist als geschlossene Unternehmensgruppe möglich. Die Module verteilen sich dann über etwa ein Jahr.