Systemisches Denken lernen und dort ansetzen, wo es wirklich wirkt

Organisationen funktionieren nicht wie Maschinen. Trotzdem werden sie oft so geführt: mit klaren Ursache-Wirkungs-Logiken anstatt mit systemischen Denken. Das Resultat kennen viele aus eigener Erfahrung: Eine Strategieinitiative verpufft, obwohl das Konzept überzeugte. Ein Projekt dauert länger, obwohl es gut geplant schien. Der Vertrieb und die Produktion ziehen in verschiedene Richtungen, obwohl beide das Beste fürs Unternehmen wollen.

Der Grund dafür ist selten mangelnder Wille oder Einsatz, sondern ein Denkrahmen, der für komplexe soziale Systeme schlicht nicht taugt. Ein Lösungsansatz ist das systemische Denken. 

In diesem 2-tägigen Seminar mit Beraterin und Autorin Sabine Kröhn lernen Sie, diesen systemischen Denkrahmen kennen. Systemtheoretische Grundideen werden mit systemischen Werkzeugen verknüpft, damit Sie in der Praxiswirksamer führen und beraten können.

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Zeitrahmen

zweitägiges Seminar, Termin: 01.-02.12.2026, Tag 1: 10:00-18:00 Uhr, Tag 2: 9:00-16:30 Uhr

Durchführungsort

Seminarzentrum ZEIT:RAUM in Remscheid-Lennep

oder inhouse

Zielgruppe

Führungskräfte

Organisationsentwickler:innen

Personalentwickler:innen

Berater:innen

Investition

1.290,- EUR zzgl. USt. 

Darin enthalten sind Seminarunterlagen und Handouts, ein Zugang zur Online-Akademie sowie umfangreiche Verpflegung.

Was systemisches Denken leistet und warum es sich lohnt, es zu lernen

Systemisches Denken ist keine Modeerscheinung und kein Soft-Skill-Paket. Es eröffnet die Möglichkeit, Organisationen so zu verstehen, wie sie tatsächlich funktionieren – nicht so, wie wir es uns intuitiv vorstellen. 

Der Nutzen ist konkret:

  • Führung und Beratung werden wirksamer, weil man weiß, welche Hebel tatsächlich etwas bewirken und welche ins Leere laufen.
  • Ressourcen werden wirksamer eingesetzt, weil Maßnahmen dort ansetzen, wo sie wirklich etwas verändern.
  • Sinnlose Initiativen werden vermieden, weil man Organisationsdynamiken von Psychodynamiken unterscheiden kann.

Kurz gesagt: Systemisches Denken verhindert das, was man in Organisationen als „Verschlimmbesserung" kennt – also Lösungsversuche, die das Problem nicht lösen, sondern im schlimmsten Fall verstärken.

Die häufigsten Denkfehler im Führungs- und Beratungsalltag

Bevor wir beschreiben, was systemisches Denken ermöglicht, lohnt ein Blick auf die Denkmuster, die es ersetzen soll. Erkennen Sie eine dieser Situationen?

„Wir müssen nur besser kommunizieren."

  • Ein gutes Kommunikationsverhalten wird als Allheilmittel gesehen, dabei liegt das Problem oft in Entscheidungsstrukturen, die widersprüchliche Erwartungen erzeugen.

„Wenn wir die Kultur ändern, ändert sich der Rest."

  • Kultur lässt sich nicht direkt adressieren. Sie ist ein Schatten von Entscheidungen und Strukturen, nicht deren Ursache.

„Das Problem ist Person X."

  • Was wie ein persönliches Versagen wirkt, ist häufig ein organisationales Muster, das sich unabhängig von Personen wiederholt.

Diese Erklärungsmuster gehen von einer Ursache-Wirkungskette aus, die meist zu einfach konstruiert ist. Organisationsgeschehnisse sind aber komplexer. Systemische Werkzeuge ermöglichen einen anderen Blick im Umgang mit Komplexität und damit einen anderen Handlungsspielraum.

Gruppe beim Seminar systemisches Denken

Was Sie im Seminar lernen: 42 Hacks für mehr Wirksamkeit

Das Seminar „Systemisches Denken in der Praxis – 42 Hacks für Führung und Organisationsentwicklung" greift eine Auswahl zentraler Hacks aus dem gleichnamigen Buch von Sabine Kröhn auf und macht sie durch konkrete Fallarbeit und eigene Situationen unmittelbar anwendbar.
Ein „systemischer Hack" ist eine kompakte, direkt einsetzbare Denkfigur oder Intervention, die hilft, in komplexen Situationen klarer zu sehen und wirksamer zu handeln.

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Niklas Luhmann über „42 systemische Hacks"

In dieser KI-Videobotschaft beglückwünscht Niklas Luhmann Sabine Kröhn zu ihrem Werk und ordnet ein, welche Bedeutung die praktische Anwendung der Systemtheorie für Organisationen, Führungskräfte und Beratende hat.

Ein ungewöhnlicher Blick auf ein ernstes Thema: Wie lässt sich das, was Luhmann in Jahrzehnten theoretischer Arbeit entwickelt hat, in den Alltag von Organisationen übersetzen? Genau das ist das Anliegen von „42 systemische Hacks".

 

Was Sie beim Seminar über systemisches Denken mitnehmen:

Sie verstehen, warum Organisationen so funktionieren, wie sie es tun –

und nicht, wie wir es uns wünschen. Das schützt vor falschen Erwartungen und kostspieligen Fehlinvestitionen.

Sie unterscheiden Organisations- von Psychodynamiken –

und sparen sich damit Initiativen, die auf der falschen Ebene ansetzen und verpuffen.

Sie lernen, über Entscheidungsprämissen Rahmensetzung zu betreiben –

statt sich in kleinen Alltagsfragen aufzureiben, wirken Sie dort, wo die eigentlichen Hebel liegen.

Sie können dysfunktionale Muster gezielt „hacken" –

also irritieren, zur Reflexion anregen und produktiveres Verhalten stimulieren.

Aufbau des Seminars: Zwei Tage, klarer Fokus

Das Seminar ist kompakt auf zwei Tage ausgelegt und verbindet systemische Grundlagen mit direkter Anwendung.


Tag 1 – Systemische Denkfiguren verstehen

Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten systemtheoretischen Grundlagen: 

  • Wie funktionieren Organisationen als soziale Systeme
  • Was sind Entscheidungsprämissen, Organisationsdynamiken und Komplexitätsreduktionsstrategien

Eine Auswahl an Hacks aus den ersten beiden Kapiteln des Buchs bildet den inhaltlichen Rahmen.
Eine typische Übung: Wie wird in Ihrer Organisation Komplexität reduziert - und mit welcher Begründung? Etwa: „Einfach mal machen!Und wie beeinflussen Sie mit Ihren eigenen Strategien im Umgang mit Komplexität die Organisation? Diese Art von Reflexion lässt sich alleine kaum leisten.

Tag 2 – Hacks auf eigene Fälle anwenden

Am zweiten Tag bringen die Teilnehmenden eigene Situationen mit, anhand derer wir gemeinsam systemischen Werkzeuge anwenden, und reflektieren. Das ist der entscheidende Transfer: Systemtheorie für die Praxis nützlich werden lassen.

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Warum das Seminar und nicht nur das Buch?

Das Buch „42 systemische Hacks" ist ein wertvolles Nachschlagewerk. Aber es gibt etwas, das ein Buch allein nicht leisten kann:

Die eigenen Denkmuster zu hinterfragen. Die eigenen blinden Flecken entdecken. Das schafft man alleine kaum. 

Wer Teil eines Systems ist, hat es schwerer, dieses zu beobachten. Man trägt zu den Denkmustern des Systems bei, die man eigentlich hinterfragen möchte.

Im Seminar werden Situationen aus einer neuen Perspektive betrachtet - von Menschen, die nicht Teil desselben Systems sind. Das erzeugt neue Sichtweisen, die man im stillen Kämmerlein nicht entwickeln kann.

Konkret bedeutet das:

  • Sie reflektieren Ihr eigenes Handeln im Zusammenspiel mit Ihrer Organisation
  • Sie erkennen, wo Sie bisher auf der falschen Ebene angesetzt haben
  • Sie wissen danach, wie Sie wirksam eingreifen können
  • Sie üben die Anwendung der Hacks auf konkrete, reale Situationen

Für wen ist dieses Seminar geeignet?

Das Seminar richtet sich an Menschen, die in Organisationen führen, beraten oder gestalten und die mit Komplexität täglich konfrontiert sind:

  • Führungskräfte
  • Berater:innen
  • Organisationsentwickler:innen
  • HR-Verantwortliche und Personalentwickler:innen

Vorwissen ist nicht erforderlich. Wenn Sie bereits systemisch arbeiten, profitieren Sie durch die Verdichtung und praktische Anwendung. Einsteiger erhalten einen kompakten Einblick in die Grundfiguren systemisches Denken und verstehen den Mehrwert dieser Art auf Organisationen zu schauen.

Inklusive: Das Buch „42 systemische Hacks" und Podcast-Zugang

Mit der Anmeldung erhalten Sie ein persönliches Exemplar des Buchs „42 systemische Hacks – Unerwartete Lösungen für Führung und Organisationsberatung" von Sabine Kröhn. Es dient als Begleitlektüre, Reflexionsinstrument und konkretes Handwerkszeug für die Zeit nach dem Seminar.
Zusätzlich erhalten alle Teilnehmenden Zugang zum nicht öffentlichen, exklusiven Podcast zum Buch.

Buch 42 systemische Hacks

 

Neugierig? Schnuppern Sie kostenlos rein

In drei kostenlosen Webinaren stellen wir jeweils einen ausgewählten Hack vor und zeigen, wie systemisches Denken ganz konkret dabei hilft, typische organisationale Herausforderungen anders zu betrachten – und anders zu lösen. 

FAQs Weiterbildung Systemisches Denken

Brauche ich Vorkenntnisse im systemischen Denken und Theorie?

Nein. Das Seminar zum systemischen Denken ist so aufgebaut dass Sie ohne systemische Vorbildung einsteigen können. Offenheit für neue Perspektiven reicht aus. Erfahrene Teilnehmende erweitern ihren Methodenkoffer um neue praxisnahe Impulse.

Ist das Seminar zum systemischen Denken eher theoretisch oder praktisch?

Der Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von systemischem Denken und praktischer Anwendung. Sie lernen die Grundlagen kennen und wenden systemische Methoden direkt an eigenen Fragestellungen an.

Erhalte ich ein Zertifikat für das Seminar?

Ja. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Zertifikat über die Teilnahme am Seminar Systemisches Denken.

Kann das Seminar zum systemischen Denken auch als Inhouse-Format gebucht werden?

Ja. Das Seminar zum systemischen Denken bieten wir auf Anfrage auch als maßgeschneiderte Inhouse-Schulung an. Sprechen Sie uns gerne an.

Was ist der Unterschied zwischen dem Seminar Systemisches Denken und dem Buch?

Das Buch vermittelt die Grundlagen des systemischen Denkens. Im Seminar erleben Sie systemisches Denken in der Praxis durch Fallarbeit; Reflexion und den Blick von außen auf das eigene Handeln. Buch und Seminar ergänzen sich ideal.

Portrait von Janna Pressentin

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Janna Pressentin
Leitung und Koordination PRAXISFELD Akademie
Tel.: +49 2191 46455-13
E-Mail: janna.pressentin [at] praxisfeld.de

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