Die Module und Lehrinhalte der Unternehmerschule Remscheid Bergisches Land

Die Module der Unternehmerschule Remscheid - Bergisches Land

Alle Termine im Detail

Die Unternehmerschule Remscheid - Bergisches Land besteht aus drei Modulen mit jeweils drei bis vier Einzelterminen. Die Termine können als Gesamtpaket oder je nach Interesse auch einzeln gebucht werden. 

Modul 1 - Führungsfähigkeit

Modul 1 bietet die Gelegenheit, die eigene Rolle als Unternehmer zu reflektieren und in die eigene Führungs-Kraft zu finden. 

Tag 1 – Grundlagen Führungsfähigkeit

Die Persönlichkeit des Unternehmers prägt das Unternehmen. Ihre Denk- und Sichtweise, die eigenen Werte und Überzeugungen haben direkte Auswirkungen auf die Entwicklung eines Unternehmens.

An diesem Tag wird die eigene Rolle als Unternehmer in Abgrenzung zur Fachkraft- und Managerrolle betrachtet, um die Balance zwischen operativem Geschäft und Zukunftsgestaltung hinzubekommen? Unternehmer*innen sind hier besonders komplexen Erwartungen und Anforderungen ausgesetzt, die sich leichter bearbeiten lassen, wenn man seine eigenen Stärken kennt und weiss, mit welchen Methoden und Tools man mehr Souveränität gewinnt. Von dieser Basis aus geht es um das Umfeld, das  Unternehmen selber und die Unternehmerfamilie als soziale Systeme mit ihren je besonderen Funktionsweisen.

Tag 2 – Personalführung und Organisationsentwicklung

Ohne motivierte Mitarbeiter geht in Betrieben nichts, steht und fällt mit ihnen doch die Produktivität eines Unternehmens. Doch wie findet man gute Mitarbeiter und wie kann man sie nicht nur langfristig binden, sondern ihr volles Potential ausschöpfen?

Um diese und weitere Fragen dreht sich Termin 2. Vermittelt werden Grundlagen der Personalplanung und -führung, Kommunikation, Kritik, Lob und Deeskalation.

Ebenso geht es um betriebliche Führung und Organisationsentwicklung. Je nach Interessenlage und Bedürfnissen der Teilnehmer*innen können auch Themen wie freie Mitarbeit, Personalverleihung und Kündigung besprochen werden.

Termin 3 – Management

An diesem Tag geht es um unterschiedliche Aspekte des Managements. Die Teilnehmenden durchleuchten kritisch ihre eigene Art, Dinge zu organisieren und Abläufe zu strukturieren.

Jedes Unternehmen – egal wie groß – braucht definierte Ziele. Der / die Unternehmer*in prägt deren Nachverfolgung und Umsetzung. Dazu braucht es definierte Rollen, Verantwortungsbereiche und Delegationen.

Aufbauend auf den Erkenntnissen der Tage 1 & 2 werden unterschiedliche Tools im Selbst- und Zeitmanagement vorgestellt.

Ebenso soll in diesem Termin der Bereich der Vorsorge besprochen werden: Was ist in Notfällen zu tun, Erstellung eines Notfallplans, sinnvolle Absicherungsmaßnahmen und Versicherungen für Unternehmer.

Die Themenschwerpunkte ergeben sich aus den mitgebrachten Praxisbeispielen und Bedürfnissen der Teilnehmenden.

Modul 2 – Leistungsfähigkeit

Modul 2 der Unternehmerschule beschäftigt sich mit der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. Damit ein Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg haben kann, müssen die Zahlen stimmen. An drei Tagen werden die unterschiedlichen Bereiche mit Berichtswesen, wesentlichen Kennzahlen, Controlling und begleitenden Themen  zum Finanzwesen, der internen Kosten- und Leistungsrechnung und der Finanzplanung behandelt.

Es gibt einen Musterfall, aber die Intensität der einzelnen Themen ergibt sich aus den Bedarfen der Teilnehmenden. Partiell kommt ein Vertreter der Sparkasse Remscheid als Dozent dazu.

Termin 4 – Finanzwesen

Schwerpunkt dieses Tages sind die Grundlagen des Finanzwesens. Unterschiede im Berichts- und Planungswesen werden erläutert und der Regelkreis des Controllings vorgestellt.

Weitere Themen sind Inventur, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Einnahme-Überschuss-rechnung sowie die  sinnvolle Nutzung und Auswertung der BWAs und des Wirtschaftsplans zur betriebswirtschaftlichen Steuerung. Dazu werden die wichtigsten Kennzahlen vorgestellt und behandelt.

Termin 5 – Kosten- und Leistungsrechnung

Dieser Schultag fokussiert wesentliche Aspekte der Kosten- und Leistungsrechnung mit den wesentlichen Kennzahlen und bewusster Steuerung.

Erörterungsfragen sind z.B.: Wie lässt sich die Produktivität eines Unternehmens messen? Wie muss kalkuliert werden, damit langfristig mehr eingenommen als ausgegeben wird? Wie kann die Liquidität eines Unternehmens sichergestellt werden? Wie baut man ein funktionierendes Controlling im Unternehmen auf?

Auch an diesem Tag sind die Themenschwerpunkte von den Bedarfen der Teilnehmenden bestimmt, bspw. durch Unterschiede im Handel, der Produktion oder im Dienstleistungssektor.

Termin 6 – Finanzplanung

Schwerpunkte des dritten Tags von Modul 2 sind das Investitionsmanagement, Themen der Finanzierung, Nutzung von Förderprogrammen und die damit anstehenden Kontakte zu Finanzinstituten und sonstigen Geldgebern. Wie entstehen Ratings und welche Bedeutung haben diese?

Insgesamt können die teilnehmenden Unternehmer*innen ihre Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus Modul 2 zu einer eigenen Finanzstrategie zusammenfassen.

Modul 3 – Wettbewerbsfähigkeit

Das Modul 3 der Unternehmerschule Remscheid Bergisches Land befasst sich mit der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Es werden die Positionierung des Unternehmens am Markt, die Bedeutung der Kunden und Wettbewerber sowie die Vermarktung der Produkte und Dienstleistungen adressiert und bearbeitet.

Tag 7 – Markt & Wettbewerb

An diesem Tag geht es um die Standortbestimmung des eigenen Unternehmens am Markt und im Wettbewerb.

Dazu passen Fragen wie: Wo steht das eigene Unternehmen gegenwärtig mit seinen Produkten und Dienstleistungen am Markt? Was sind die Stärken und Schwächen des Unternehmens? Wie lassen sich neue Marktanteile erschließen oder neue Märkte besetzen? Mit welcher Strategie steigen Wettbewerber in den bestehenden Markt ein? Und womit lassen sich der Ertrag und der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens steigern?

Die Antworten auf solche Fragen zeichnen ein wichtiges Bild vom Unternehmen, dem Wettbewerb und dem Markt. In praktischen Übungen reflektieren die Teilnehmenden die derzeitige Situation ihres Unternehmens und prüfen, ob eine Strategieanpassung nötig ist.

Tag 8 – Kunde und Kundenbeziehung

War bisher das eigene Unternehmen im Fokus, steht an diesem Tag der Kunde im Mittelpunkt, ebenso wie die Beziehung zwischen Kunde und Unternehmen.

Wer ist dieser Kunde überhaupt und vor allem welche Bedürfnisse und Erfordernisse hat er? Wie lassen sich die Kunden zufriedenstellen und langfristig an das eigene Unternehmen binden? Wie lässt sich der ‚Wert‘ des Kunden ermitteln und wie lassen sich Kunden klassifizieren? Wie können Kunden optimal angesprochen werden, dass diese (wieder) beim Unternehmen kaufen? Und was ist eigentlich das einzigartige Alleinstellungsmerkmal und das zentrale Kundennutzenversprechen?

Die Antworten auf solche Fragen zeichnen ein wichtiges Bild des Kunden und wie sich die Kundenbeziehung verbessern lässt. In praktischen Übungen reflektieren die Teilnehmenden die derzeitige Situation mit ihren Kunden und prüfen, wo sie Verbesserungen im Umgang mit ihren Kunden etablieren könnten.

Tag 9 – Vermarktung und Vertrieb

Das beste Produkt, die überzeugendste Dienstleistung taugen nichts, wenn sie nicht wahrgenommen und gekauft werden. Wie also vermarktet man das, was man anzubieten hat?

Wir beginnen mit einer analytischen Betrachtung und Bewertung: Wo steht das Unternehmen derzeitig mit seiner Marketingstrategie und den Marketingzielen? Wie finden Produkte und Dienstleistungen den Weg zu den Kunden? Welche Vertriebswege, Vertriebskanäle und Vertriebspartner könnten dabei optimal unterstützen? Welche Verkaufsprojekte werden aktuell bereits verfolgt und in welcher Phase befindet sich jedes einzelne davon? Wie kann man seine Preisposition im Wettbewerb entwickeln, Preise optimal gestalten und durchsetzen?

Die Antworten auf solche Fragen zeichnen ein wichtiges Bild von der Marketing- und Vertriebskompetenz und wie Produkte und Dienstleistungen erfolgreicher an den Kunden gebracht werden können. In praktischen Übungen reflektieren die Teilnehmenden ihre derzeitige Situation im Marketing und Vertrieb und prüfen, wo sie Optimierungen vornehmen könnten.

Tag 10 – Medien

Mit Einführung der digitalen Medien haben sich die Möglichkeiten zur Selbstdarstellung von Unternehmen stark erweitert. Mit „Wir machen mal ein bisschen Facebook“ ist es aber in der Regeln nicht getan und es bedarf einer digitalen Strategie und eines Marketingkonzeptes, um wirkliche Reichweite zu erzielen. Mit einer guten Kombination von klassischen PR-Methoden in der Offline-Welt und einer stetigen Online-Präsenz können die eigene Marke und das eigene Unternehmen gezielt sichtbar gemacht und bekannter werden.

Berufliche Social Netzwerke bieten zudem die Möglichkeit für neue Kooperationen und zur Kundenakquise.

Spätestens mit Einführung der DSGVO ist allen bewusst, dass Datenschutz ein ernstzunehmendes Thema ist, daher beleuchten wir an diesem Tag auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Marketing.