Innovation in der Politik

Innovation in der Politik

Geschäftsführer von PRAXISFELD trifft Bundestagsabgeordnete

Innovation in der Politik

Am Mittwoch, den 16.09.2015 trafen sich im Dortmunder BioMedizinZentrum drei SPD Bundestagsabgeordnete mit sechs Vertretern des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater - BDU.

Ausgangspunkt ist eine breit angelegte Initiative der SPD, den deutschen Innovationen besser zu wirtschaftlichem Erfolg zu verhelfen.

Leitfrage war: Wo sehen Unternehmensberater größere Hemmnisse im Innovationsmanagement in Unternehmen, bei denen die Politik notwendige Rahmenbedingungen verbessern oder neu schaffen kann?

Es wurde auf traditionelle Powerpoint-Folien verzichtet und in einem lebhaften Gespräch mit den MdB Sabine Poschmann, Arno Klare und Dirk Wiese kristallisierten sich zum Schluss neben Finanzierungsthemen folgende Handlungsfelder heraus:

Zusammenarbeit organisieren: In erfolgreichen Clustern wird die Vernetzung aktiv gestaltet. Wirtschaftsförderung kann das (theoretisch) leisten, wenn private Initiative fehlt, ist es aber zur Zeit ein freiwillige Angelegenheit der Kommunen und bedarf anscheinend mancherorts der Professionalisierung.

Hochschulen sind Schlüssel für Innovation: Leider gehen wir mit der Verschulung der Hochschulen genau in die falsche Richtung

Großforschungseinrichtungen haben keinen Anreiz für Ausgründungen

Regulierung für Start-Ups abbauen: Nicht wirklich neu, aber nötig.

Die SPD ist dabei sich zu öffnen: Das war das Abschlussstatement von Sabine Poschmann, welches perfekt zu Holger Schlichtings Eröffnung passte: "Innovation beginnt in den Köpfen der Führung - wer Innovation sucht, muss sie zuerst auf sich selbst anwenden und sich fragen, was sein Beitrag zur Verhinderung ist."

Unser persönlicher Eindruck nach drei Stunden - die meinen das Ernst. Zumindest trafen wir auf gut informierte Gesprächspartner, die sich bereits viele Gedanken gemacht hatten und denen auch die Unternehmensberater wenig „Neues“ erzählen konnten; wohl aber einige Bestätigung vermittelten.

Die PRAXISFELD Anregung im Schlusswort drehte sich dann auch mehr um die Gestaltung des Rahmens als des Inhaltes. Wenn wir schon so tolle Methoden wie Design Thinking und Collectiv Sensemaking haben, sollten wir sie auch nutzen. Und wenn man dann statt einer Unternehmensberater-Monokultur das Credo der innovativen Entrepreneure umsetzt und eine bunt gemischte Gruppe von Wissenschaftlern, Managern, Politikern, Wirtschaftsförderern, Beratern und Gestaltern miteinander ins Arbeiten (statt ins Vortragen) bringen würde, dann könnte statt unverbundenen Einzelstatements vielleicht wirklich etwas Neues entstehen.