Donnerstag, 17. September | 18:00 bis 21:00 Uhr | vor Ort in Remscheid-Lennep
Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend das, was lange auch als Kerngeschäft von Führung galt: Reporting, Monitoring, Entscheidungsvorbereitung, Koordination. Was bleibt dann noch für menschliche Führung übrig? Und was verändert sich strukturell in Organisationen, wenn diese Aufgaben für viele Führungskräfte wegfallen oder anders verteilt werden?
Sollte man gelassen abwarten, bis sich die Antworten überdeutlich zeigen? Oder jetzt schon erste Beobachtungen auswerten (ist da schon was?) und sich überlegen, was wir hätten wissen und tun können? So oder so aus unserer Sicht braucht es den systemischen Blick: auf Entscheidungsprämissen, auf Machtstrukturen, auf Sinn und auf das, was Organisationen wirklich zusammenhält.
In unserem zweiten systemischen Salon wollen wir gemeinsam mit euch Alumni eine Brücke zwischen systemischer Führung und den konkreten Veränderungen bauen, die KI in unseren Organisationen bereits heute auslöst.
Erste Hypothesen könnten sein:
In agilen Organisationen stützt und verstärkt KI die Tendenz der “Entpersonalisierung” von Führung:
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Rollen wie Agile oder OKR Coach werden inzwischen von KI-gestützten Prozessmonitoring-Tools unterstützt, aber auch herausgefordert oder sogar in Frage gestellt.
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Outcome-Orientierung wird durch KI-basierte Datenauswertung schärfer messbar, als es bisher der überprüfende Kollege kann.
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Zielformulierungen gelingen mit KI besser, was auch zu mehr Klarheit im Handeln führen kann.
In hierarchischen Organisationen ist der Effekt störender und tiefgreifender:
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Der Informationsvorsprung als Machtbasis erodiert.
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Koordination und Kontrolle werden automatisierbar was z.B. auch informelle Tauschmittel wirkungsloser macht.
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Die Gefahr besteht, neue Technologie schlicht in alte Strukturen einzupassen, statt diese grundlegend zu überdenken.
Genau solche Widersprüche kennen wir als fruchtbaren Ausgangspunkt systemischer Arbeit.
Was uns interessiert und was wir gemeinsam erkunden wollen
Nicht die KI-Technologie steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, was ihre Einführung mit Entscheidungsprämissen, Kommunikationswegen, Kulturen und Führungsverständnis macht. Welche Paradoxien entstehen neu oder werden sichtbarer? Welche mentalen Landkarten von Führung werden in Frage gestellt? Und was bedeutet das für unsere Arbeit als Organisationsentwickler:innen, Führungskräfte und Berater:innen?
Dieser Termin findet am Vorabend der Zukunftstagung 2026 statt und ist verbunden mit einem kleinen Umtrunk und einem Abend-Snack. Herzliche Einladung, den Systemischen Salon und die Zukunftstagung in Kombination wahrzunehmen oder auch nur eins von beidem zu besuchen. Alles ist möglich.