Wandel gestalten in sozialen Einrichtungen

Organisationen der Sozialwirtschaft müssen ihren sozialen Auftrag wirksam erfüllen und zugleich wirtschaftlich tragfähig bleiben. Als Arbeitgeber stehen sie im Wettbewerb um Fachkräfte, und die Finanzierungslogiken ändern sich laufend. Anders als in der Wirtschaft zahlt selten ein Kunde direkt für eine Leistung. Daraus entstehen Spannungen, die sich nicht abschließend auflösen lassen: Paradoxien. Entscheidend ist, dass Ihre Organisation lernt, mit dieser Wirklichkeit zu arbeiten statt gegen sie.

In der Beratung für die Sozialwirtschaft konzentriert sich PRAXISFELD auf zwei Hebel: die Qualifizierung von Führungskräften und eine umfassende Strategiearbeit. Führung prägt Kultur und Arbeitgeberattraktivität. Strategiearbeit schafft die Grundlage für gemeinsames Lernen und echtes Commitment. Ihre volle Wirkung entfalten beide erst, wenn Strategie und Führung eng gekoppelt sind. Ergänzend nutzen wir alle relevanten Arbeitsfelder der Organisationsentwicklung.

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Führung und Führungskräfteentwicklung in der Sozialwirtschaft

Führung ist hochrelevant. Führung hat maßgeblichen Einfluss auf das, was in einer Organisation passiert und auch auf das, was nicht passiert. Führung ist daher ein wesentlicher Hebel für die Wirksamkeit einer Organisation. Und genau dafür zu sorgen, das ist der Kernauftrag von Führung.

Um das zu ermöglichen ist ein modernes, systemisches Führungsverständnis notwendig, das im Handwerkzeug weit über regelmäßige Mitarbeitendengespräche hinausgeht und das die Annahme verlässt, dass Führung Klarheit schaffen kann. Es geht um die Gestaltung von Rahmenbedingungen, in denen trotz aller Spannungen, Unklarheiten und aller Dynamik, wirksames Arbeiten wahrscheinlich bleibt und es geht um die Beziehungsgestaltung zwischen Führung und Mitarbeitenden.

Wir teilen die Aufgaben von Führung auf in die Ebenen

  1. Selbstführung
  2. Mitarbeitendenführung
  3. Teamführung
  4. Organisationsführung

Neben der Qualifikation der einzelnen Führungskräfte in diesen Teilbereichen durch entsprechende Lern- und Übungsmodule zielen wir mit unseren Programmen immer auf eine kulturentwickelnde Wirkung in Richtung gemeinsamer Verantwortung z.B. durch begleitete Fallarbeitssettings sowie auf die Entwicklung einer gemeinsam lernenden Organisation durch Koppelung der Führungsentwicklung an die Leitungsrunde der Organisation und deren Strategiearbeit. Strategie, die sich nicht in Führung zeigt ist zahnlos, Führung, die nicht an Strategie andockt ebenso. 

Inhaltlich adressieren wir nicht die fachspezifischen Themen einzelner Dienste, sondern die übergreifenden Führungsaufgaben, die überall relevant sind – ohne dabei die Besonderheiten einzelner Dienste zu übersehen. 

Ganz konkret:

  • Bei Buchung als Inhouse-Führungsentwicklung besteht unser Programm in der Regel aus 4 zweitägigen Fortbildungsmodulen und 5 dreistündigen Intervisionsterminen. Feste Gruppen von ca. 12 Personen werden von einer/einem Lehrberater:in begleitet. Die Durchführung ist in Präsenz oder online möglich. Ihre Spezifika werden konzeptionell natürlich berücksichtigt. Andere Formate und Umfänge sind jederzeit gestaltbar.
  • Die meisten unserer Kunden streben an, dass immer mindestens 80% ihrer aktuellen Führungskräfte das gemeinsame Programm durchlaufen haben, weil dies ein gemeinsames Verständnis von Führung und Führungshandeln in der Organisation sicherstellt. Ergänzend ist es dann möglich, auch für die Außenwirkung den hohen Fokus auf Führungsqualifikation Ihrer Organisation sichtbar zu machen. 
  • Viele weitere Details rund um unsere Führungsangebote finden Sie hier. 
Unternehmerischen Wandel aktiv gestalten

Unsere Expertise für die Sozialwirtschaft

PRAXISFELD verfügt in der Sozialwirtschaft über fundierte und langjährige Fach- und Prozessberatungsexpertise, zum Beispiel bei:

  • der Weiterentwicklung von zukunftssichernden und zukunftsweisenden Strategien,
  • der umsetzungsorientieren Organisations- und Kulturentwicklung,
  • der Suche und Entwicklung von Lösungsansätzen zur Überwindung des Fachkräftemangels,
  • der Motivation und Einbindung der Mitarbeitenden, wenn es darum geht, Ideen und Lösungsansätze gemeinsam zu entwickeln und organisationsweit umzusetzen,
  • der organisationsinternen Bearbeitung von Widersprüchen, Paradoxien und Dilemmata,
  • Teamentwicklung für Teams in Einrichtungen und Standorten.

Qualifikationen und Team für Kunden aus dem Feld Sozialwirtschaft

Ansprechpartner und Experte für den Bereich der Sozialwirtschaft bei PRAXISFELD ist David Agert, Tel. +49 2191 46455-40, david.agert [at] praxisfeld.de. Darüber hinaus stehen weitere Mitarbeiter:innen aus dem Team zur Verfügung. Bei Interesse an weiteren Informationen oder an der Vereinbarung eines ersten Sondierungsgesprächs melden Sie sich gerne.

Projektbeispiele aus der Sozialwirtschaft

Mit dem nachfolgenden kurzen Überblick über Kundenprojekte möchten wir Ihnen einen Eindruck vermitteln, wie vielfältig die kundenseitigen Fragestellungen und Herausforderungen sind und waren:

  • Strategische Weiterentwicklung zweier großer ambulanter Pflegedienste auf der Basis des Kennzahlensystems „BSC“: Aufbau, Einführung, Schulung der Führungskräfte, Controlling und Steuerung.
  • Begleitung eines Strategie- und Neuausrichtungsprozesses einer Jugendhilfe- und Bildungsorganisation.
  • Begleitung der Geschäftsführung und des Führungskreises eines kommunalen Altenhilfeträgers zu Fragen von Strategie, Zukunftssicherung und Fachkräftemangel. Anstoß eines Kulturentwicklungsprozesses mit dem Ziel der gemeinsamen Verantwortungsübernahme von Leitung, Führungskreis und Mitarbeitenden für den Erfolg der Einrichtungen.
  • Beratung und Begleitung von Geschäftsführern in zahlreichen Vorständen im Rahmen der jeweiligen strategischen Weiterentwicklung der Organisation durch gemeinsame Entwicklung von Visionen und Strategien, Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen und Controlling der Zielerreichung.
  • Führungskräfteentwicklung und Coaching zur Einführung und Umsetzung von zuvor gemeinsam entwickelten Führungsgrundsätzen in verschiedenen Einrichtungen der Sozialwirtschaft.
  • Einführung von agilen Kommunikations- und Kooperationsroutinen sowie Aufbau und Etablierung selbststeuernder Teams zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und zur Verringerung von systeminternen Schnittstellenproblemen in einer gemeinnützigen Organisation.

Brücken bauen: Expertise für Sozialwirtschaft und Kirche

Neben unserem spezialisierten Leistungsangebot für die Sozialwirtschaft – insbesondere für Träger und Einrichtungen der Alten-, Familien-, Kinder- und Jugendhilfe, den Bildungssektor sowie angrenzende Bereiche – begleiten wir auch kirchliche Organisationen und (Erz-)Bistümer in komplexen Veränderungsprozessen. Mehr über unsere Beratung für kirchliche Organisationen erfahren

FAQs zur Beratung in der Sozialwirtschaft

Was ist bei Organisationsentwicklung in der Sozialwirtschaft anders?

Soziale Organisationen arbeiten unter zwei Logiken gleichzeitig: dem fachlichen Auftrag und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit. Dazu kommen die Refinanzierung über Kostenträger, Gremienstrukturen und ein hoher Anteil an Menschen, die aus Überzeugung dort arbeiten. Beratung, die allein betriebswirtschaftlich denkt, verliert genau diese Beteiligten. Wir arbeiten deshalb mit beiden Logiken und machen den Widerspruch zwischen ihnen besprechbar.

Wie ist das Programm aufgebaut?

Vier Module von je zwei Tagen, ergänzt um fünf Intervisionen dazwischen. Die Gruppe umfasst rund zwölf Teilnehmende. Den Wirkfaktor bilden die Intervisionen, denn dort wird an realen Fällen weitergearbeitet, während die Module das Handwerkszeug liefern.

Welche Themen bringen Träger am häufigsten mit?

Diese sechs kommen bei uns immer wieder auf den Tisch: 

  • Fusionen und Verbundbildung
  • Umgang mit Fachkräftemangel
  • Weiterentwicklung von Führung in fachlich geprägten Organisationen
  • Digitalisierung der Dokumentation
  • Verbindung von Wirtschaftlichkeit und fachlichem Anspruch
  • Kulturfragen nach einem Trägerwechsel

Wie berücksichtigen Sie Gremienstrukturen?

Aufsichtsräte, Kuratorien und Mitgliederversammlungen behandeln wir als Teil der Steuerung. Wir klären zu Beginn, welche Entscheidungen wo fallen und welche Fristen daraus folgen. Wer diese Wege übergeht, produziert Konzepte, die im Gremium scheitern, und das kostet mehr Vertrauen als eine längere Vorlaufzeit.

Führen Sie das Programm auch inhouse durch?

Ja, und bei Trägern mit mehreren Einrichtungen ist das meist die bessere Variante. Die Führungskräfte arbeiten dann an denselben realen Fragestellungen und entwickeln eine gemeinsame Sprache über Standorte hinweg. Ansprechpartner ist David Agert.

Was kostet das Programm?

Die genauen Kosten richten sich nach der Teilnehmerzahl und dem genauen Umfang der Maßnahme. Bei einem Erstgespräch klären wir Format, Intervisionen und weitere Angaben, um ein Gesamtpaket zusammenzustellen. Damit erstellen wir ein verbindliches Angebot.