Man lernt nie aus

12.06.2019

Im Herbst 2018 startete die Unternehmerschule Remscheid. An zehn Schultagen hatten Unternehmer, Freiberufler, Selbstständige und solche die es werden wollen die Möglichkeit, noch einmal die Schulbank zu drücken. In ihrem Fachgebiet sind Unternehmer die Experten, doch wie ein Unternehmen geführt wird, muss in der Regel irgendwie nebenher ausprobiert werden, nicht selten nach der Methode Versuch und Irrtum. Denn Unternehmer sein steht normalerweise nicht auf dem Lehrplan. Genau hier setzt die Unternehmerschule an und vermittelt Grundlagenkenntnisse. Eine Teilnehmerin berichtet im Gespräch mit Stefanie Mendoza von ihren Erfahrungen als Schülerin in der Unternehmerschule. Das Gespräch fand nach dem siebten von insgesamt zehn Schultagen statt.

Guten Tag, können Sie uns kurz Ihre Tätigkeiten und Position in Ihrem Unternehmen beschreiben?

Mein Aufgabengebiet ist recht breit gefächert. Unter Marketing und Verwaltung verstecken sich z.B. Themen wie Bearbeitung der Website und Sozialmediaportalen, Projektbearbeitungen wie der Remscheider Löwe, aber auch die Buchhaltung, das Controlling und aktuell auch das Etablieren einer ERP-Software. Zudem wurde mir seit diesem Jahr Prokura erteilt.

Wie sind Sie auf die Unternehmerschule aufmerksam geworden und warum haben Sie sich dazu entschlossen daran teilzunehmen?

Ich habe vom Startcenter der IHK Wuppertal einen Flyer per Post zu der Auftaktveranstaltung der Unternehmerschule bei der Sparkasse erhalten und fand das sehr spannend.

Was haben Sie sich genau von der Unternehmerschule erwartet und sind diese Erwartungen erfüllt worden?

Meine Erwartungen waren, dass ich die Aufgaben eines Unternehmers besser verstehe und neue Erkenntnisse zur Verbesserung der Arbeitsfelder erhalte, um mit neuen Blickwinkeln sehen zu können. Das Wissen wurde bisher sehr gut vermittelt und durch die sehr angenehme Gruppe bekommt man noch mehr unterschiedlichste Standpunkte mit. Ich hoffe, dass ich meine Erwartungen noch erfülle, wenn es um die Umsetzung des Erlernten geht. :-)

Was hat Ihnen die Unternehmerschule für Ihren Beruf und Ihr Unternehmen konkret gebracht, konnten Sie gute Impulse mit in den beruflichen Alltag nehmen?

Mir persönlich hat es viel neues Wissen und neue Perspektiven gebracht. Das ein oder andere muss man natürlich auch immer noch mal öfter nachlesen und nacharbeiten, um es zu verinnerlichen, da es doch eine Fülle an Input ist, die auf einen einprasselt. Konkret habe ich das Controlling um ein paar Auswertungen ergänzt.

Was war die vielleicht wichtigste Erkenntnis oder ein Aha-Erlebnis in der Zeit in der Unternehmerschule?

Es kommen ja noch ein paar Schultage mit sicherlich weiteren Aha-Erlebnissen. Bisher gab es davon auch recht viele, z.B. im Bereich der Marktanalyse, Selbstanalyse und Zeitmanagement.

Was hat Ihnen vielleicht nicht so gut gefallen oder wo sehen Sie Verbesserungsbedarf bei der Unternehmerschule?

Es ist schwer, immer wirklich auf die unterschiedlichen Unternehmen einzugehen, daher kann man manche Themen nur an der Oberfläche ankratzen. Um auf jeden Fall explizit einzugehen, ist der Tag leider zu kurz. Aber oft ist der Anstoß ja bereits ausreichend, den man in der Schule bekommt. Man muss das Thema dann nur weiter allein ausarbeiten. Das fällt dann oft schwer.

Wie geht es nach der Unternehmerschule für Sie weiter?

Ich werde neue Aufgaben im Unternehmen im Bereich Management wahrnehmen und hoffe, ich kann vieles von dem Gelernten auch anwenden.

Würden Sie die Unternehmerschule weiterempfehlen?

Ja. Zum einen werden viele Dinge, die man schon wusste nochmal bewusster und man lernt viel Neues, was man auch im eigenen Unternehmen umsetzen kann. Zudem war die Gruppe bei uns auch super und man konnte sich auch noch austauschen und voneinander lernen.

Können Sie Ihre Erfahrungen mit und Erkenntnisse aus der Unternehmerschule in einem Satz zusammenfassen?

Eine gute Möglichkeit, um für und über sich und das Unternehmen etwas zu lernen und sich weiter zu entwickeln.

Vielen Dank für das Gespräch.