Design Thinking Prozess als strukturierter Innovationsrahmen
„Ein effektiver Innovationsprozess mit konkreten Ergebnissen, der Freude erzeugt und kreative Ideen freisetzt“ – so beschreiben viele Kunden ihre Erfahrung mit dem Online Design Thinking Prozess. Auffällig ist, dass dieses Format gerade in herausfordernden Zeiten an Relevanz gewinnt. Obwohl man meinen könnte, dass neue Formate zusätzliche Belastung darstellen, erleben wir das Gegenteil: Der Design-Thinking-Prozess eignet sich gerade jetzt, um gemeinsam und fokussiert wirkungsvolle Lösungen zu entwickeln.
Wie dies gelingt, erläutern Rike Ullenbaum und Nina Teller, Senior Beraterinnen von PRAXISFELD, anhand der einzelnen Phasen des Design Thinking Prozesses.
Verstehen: Warum begeistert dieses Format?
Der Design Thinking Prozess – insbesondere in seiner Online-Variante – überzeugt, weil er präzise auf aktuelle organisatorische Anforderungen abgestimmt ist und gleichzeitig einen geschützten Raum für Kreativität und Konzentration bietet. Viele unserer Kunden benötigen einen klar strukturierten Ablauf, der ortsunabhängig Menschen miteinander verbindet und zugleich motivierend wirkt.
Der Design-Thinking-Prozess erzeugt diese Struktur: durch klare Schritte, durch eine verbindliche Arbeitsweise und durch einen Rahmen, der sowohl Kreativität als auch Ergebnisse in kurzer, planbarer Zeit möglich macht. Das Format unterstützt Teams dabei, die gegenwärtigen Herausforderungen nicht nur zu bearbeiten, sondern als Chancen zu begreifen und in zukunftsgerichtete Lösungen zu transformieren.
Beobachten: Wie läuft der Design Thinking Prozess online ab?
Grundlage jedes Prozesses ist eine sorgfältige Auftragsklärung mit dem Auftraggeber und über die Ziele im Design Thinking Prozess zu sprechen. In diesem Schritt werden das Problemfeld und die konkrete Aufgabenbeschreibung definiert. Anschließend wird ein Team zusammengestellt, das aus unterschiedlichen Rollen und Perspektiven besteht. Bei komplexeren Fragestellungen – wie in einem aktuellen Projekt zur Entwicklung eines neuen Produkts für verschiedene Nutzergruppen – teilen wir das Thema in mehrere Teilaufgaben und arbeiten mit mehreren Teams parallel.
Diese Teams bestehen in der Regel aus vier bis sechs Personen und arbeiten in zwei Blöcken à vier Stunden, verteilt auf zwei Tage. In dem beschriebenen Kundenprojekt konnten wir alle Teams innerhalb einer Woche durch den kompletten Design Thinking Prozess führen. Am Ende dieser Woche lagen bereits funktionale Prototypen vor, die anschließend in einem Follow-up-Meeting vorgestellt, synchronisiert und hinsichtlich der nächsten Schritte weiter konkretisiert wurden. In einer gemeinsamen Reflexion wurden zusätzlich zentrale Learnings festgehalten.
Konkrete Ergebnisse in kurzer Zeit
Der iterative Charakter des Design Thinking schafft Tempo, ohne Qualität zu verlieren. Die Kombination aus strukturiertem Ablauf, klaren Rollen und synchronen Arbeitsschritten ermöglicht Ergebnisse, die ohne diesen Prozess oft erst nach Monaten entstehen würden.
Herausforderung und Nutzen: Was verändert sich durch das Online-Format?
Der Übergang vom Präsenzformat zum Design Thinking online verändert Arbeitsweise und Dynamik – und genau darin liegt der Mehrwert. Die Durchführung wird flexibler, da keine Anreisezeiten entstehen und Beteiligte ortsunabhängig teilnehmen können. Zudem entspricht das Format den aktuellen Empfehlungen zu remote-orientierter Zusammenarbeit.
Gleichzeitig erleben wir im Online-Design-Thinking-Prozess eine ausgeprägte Fokussierung. Dazu tragen strukturierte Moderation, vorbereitete Templates, eindeutige Arbeitsschritte und konsequentes Timeboxing bei. Auch digitale Arbeitsräume fördern eine hohe Selbstdisziplin und Aufmerksamkeit.
Warum Online außergewöhnlich gut funktioniert
- Flexibilität und leichte Zugänglichkeit für alle Beteiligten
- Hohe Konzentration durch klaren Rahmen und Timeboxing
- Hohe Wirksamkeit der vorbereiteten digitalen Arbeitsvorlagen
- Effiziente Nutzung der im Design Thinking verankerten Kreativmethoden
Damit die Arbeit dennoch nicht überfordert, hat sich eine Struktur mit 4-Stunden-Blöcken und kurzen Pausen bewährt. Die Vielzahl der Kreativmethoden lässt sich hervorragend in digitale Vorlagen übersetzen und ermöglicht lebendige, praxisnahe Zusammenarbeit.
Ideen entwickeln: Kann jeder kreativ sein?
Die klare Antwort: Ja. Kreativität ist kein Talent einzelner Personen. Sie entsteht durch passende Design Thinking Methoden, eine strukturierte Umgebung und einen Nutzerfokus, wie ihn der Design-Thinking-Prozess ermöglicht. Die Methoden des Design Thinking lassen Ideen „sprudeln“, fokussieren anschließend und führen sie in konkrete Lösungsschritte.
Ein zentrales Merkmal ist, dass Diskussionen nicht ausufern: Stattdessen wird in definierten Zeitfenstern gearbeitet, stets im Abgleich mit den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer. So entstehen Ideen, die nicht nur kreativ, sondern auch wirtschaftlich relevant und nutzerzentriert sind.
Methoden, die Kreativität strukturiert fördern
- Divergente Kreativmethoden zur Ideenfindung
- Priorisierungstools für klare Fokussierung
- Schnelles Prototyping, um Ideen greifbar zu machen
- Nutzerzentrierte Feedbackschleifen für Qualitätssicherung
Prototyping: Welche Lösungen entstehen im Design Thinking Prozess?
Grundsätzlich lassen sich im Design-Thinking-Prozess alle Problemstellungen bearbeiten, für die es keine bestehende Lösung gibt. Der Unterschied liegt lediglich im Umfang der Ausgangsfrage und in der sinnvollen Aufteilung in Teilthemen. Die Spannbreite der entwickelten Prototypen aus unseren Projekten ist groß: von IT-Lösungen über neue Dienstleistungen bis hin zu räumlichen Konzepten.
Beispiele aus unseren Kundenprojekten:
- IT-Produkte im Bankensektor
- Entwürfe für Gebäudestrukturen
- Gestaltung moderner Arbeitsplätze im Sinne von New Work
- Neue Angebote für Versicherungskunden
- Strategien für alternative Vertriebswege
Testen: Wie reagieren Kundinnen und Kunden auf den Online Design Thinking Prozess?
Die Resonanz ist durchweg positiv. Teilnehmende berichten immer wieder, dass der Prozess sie in einen kreativen „Flow“ führt, der weit über die ursprüngliche Fragestellung hinaus neue Ideen hervorbringt. Die intuitive Bedienbarkeit der Tools und Templates sorgt für Effizienz und Leichtigkeit – gerade in angespannten Situationen ein wertvoller Aspekt.
Bemerkenswert ist, dass dieses Feedback altersübergreifend gilt: vom Werkstudenten bis zur erfahrenen Führungskraft. Anfangs bestehende Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Medien lösen sich meist auf oder reduzieren sich deutlich. Angesichts einer Zukunft, die zunehmend digital geprägt ist, ist dies ein positiver Nebeneffekt.
Ein Prozess, der Innovation erleichtert
Der Design Thinking Prozess ermöglicht Organisationen, Veränderungen mit konstruktiver Energie zu begegnen. Er verbindet Struktur und Kreativität, fördert vernetztes Denken und schafft Lösungen, die sich an realen Bedürfnissen orientieren. Gerade deshalb wird dieses Format von vielen Kunden als echter Gewinn erlebt.